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Ofenlexikon
Abfälle - nicht zugelassene Brennstoffe
Abfälle dürfen nicht in Kaminen oder Kachelöfen verbrannt werden. Plastik, Pappen, behandeltes Holz, Spanplatten und Ähnliches haben nichts darin zu suchen. Wenn falsch oder umweltschädigend geheizt wird, hat die Nachbarschaft unter Gestank und Qualm zu leiden. Bei Beschwerden und Anzeigen lässt sich in der verbliebenen Asche nachweisen, ob nicht zugelassene Brennstoffe verfeuert wurden.
Anheizklappe
Eine Anheizklappe ist eine "Kurzschlussklappe" für die Rauchgase. Passende Nachheizflächen speziell bei keramischen Zügen von Speicheröfen sind für den optimierten Wirkungsgrad willkommen. Doch bei ungünstiger Witterung kann der Schornsteinzug nicht stark genug sein, um die Heizgase aus dem Feuerraum durch diese langen Wege zu ziehen. Der Ofen qualmt und zieht nicht. Dafür gibt es eine "Abkürzung" welche mit dieser Anheizklappe auf oder zu geschaltet wird. Ist der Ofen "durchgestartet" bzw. der Schornsteinzug aufgebaut, dann wird diese wieder geschlossen und die Rauchgase gehen jetzt problemlos den längeren Weg. Anheizklappen gibt es mit Handklappe oder auch automatisch gesteuert mit einem kleinen Elektromotor.
Aschekasten / -lade, separate
Die Asche kann im Aschekasten / –lade entnommen werden und muss nicht mit einer Schaufel aus dem Brennraum entfernt werden.
Aussenluftanschluss / Ext. Verbrennungsluftanschluss
Eine Feuerstätte muss ausreichend mit Frischluft versorgt werden, um ordnungsgemäß zu funktionieren. An einen Außenluftanschluss kann eine Leitung angeschlossen werden, über die die Feuerstätte die nötige Verbrennungsluft von Draußen zieht und sorgt so für gesundes Raumklima und Vermeidung von Energieverschwendung.
BImSchV
Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Die 1.BImSchV wird auch bezeichnet als Kleinfeuerungsanlagenverordnung und regelt den Betrieb von Speicher- bzw. Kachelöfen, Kaminen und Kaminöfen. 2007 erfolgt eine Novellierung.
Biomasse
Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie. Sie wird von Pflanzen durch den Prozess der Photosynthese gebildet. Die dafür notwendige Energie liefert die Sonne. Biomasse ist also ein nachwachsender, erneuerbarer Energieträger. Wer Biomasse energetisch nutzt, meint momentan vor allem Holz (Scheitholz, Hackschnitzel, Pellet).
Biomassse - Vorteile
->Klima-Neutralität wirkt Treibhauseffekt entgegen - energetische Nutzung schont begrenzte fossile Energieträger Öl / Gas - geringere Umweltrisiken bei Transport und Lagerung - positive Energiebilanz durch geringen Energieeinsatz zur Aufbereitung - Vermeidung langer Transportwege bei regionaler Verfügbarkeit - Wertschöpfung vor Ort - höhere Flexibilität bei Energiekrisen und Preissteigerungen
Brennraum
Ist das am meisten belastete Bauteil. Es soll mechanisch und thermisch durchdacht sein. Hier entstehen Temperaturen bis über 1000C.
Ein großer Teil der im Holzofen freigesetzten Energie und Wärme (bis zu 50%) wird über den Brennraum abgegeben. Es ist immer darauf zu achten, dass schnell zu zündfähigen Temperaturen über 600C angeheizt wird, ein zu langer Anheizvorgang ist zu vermeiden.
DINplus
Freiwillige Produktzertifizierung durch die Hersteller hochwertiger Feuerungsanlagen im Rahmen der Typprüfung der Heizgeräte.
Doppelte Glasscheibe
Die doppelte Glasscheibe reduziert die Wärmeabstrahlung über die Scheibe ohne die Sicht aufs Feuer zu beeinträchtigen und minimiert so die Gefahr der Überhitzung des Aufstellraumes.
Einbautiefe, geringe
Geräte mit einer geringen Einbautiefe sind auch für kleine Anlagen (z.B. in kleinen Räumen) geeignet.
Einhebelbedienung
Die Luftzufuhr wird über nur einen Hebel geregelt. Kein umständliches Bedienen über zwei oder drei Luftschieber. So wird die Bedienung leicht gemacht und Fehler können weitestgehend vermieden werden.
Elektronik, intelligente
Eine intelligente Elektronik ist keine einfache Stufensteuerung, sondern eine situationsbezogene Regelung. Sie übernimmt Sicherheits- und Regelfunktionen angepasst an den tatsächlichen Abbrand. (LUC, LEDATRONIC, Komplettstation & UMBRA Regelung)
Externe Verbrennungsluftversorgung
Bei der externen Verbrennungsluftversorgung erfolgt die Zuführung der notwendigen Verbrennungsluft zur Feuerstätte von außen. Mit der externen Verbrennungsluftversorgung sind keine Dichtheitsanforderungen an die Feuerstätte verbunden.
Feuerstätte
Feuerstätten für feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe gemäß 1. BlmSchV. Die Feuerstätten enthalten alle für die sichere und gebrauchstaugliche Funktion notwendigen Bauteile und Komponenten.
Fossile Energien
Damit meint man unsere Energievorräte, welche vor Jahrmillionen aus Biomasse entstanden sind. Diese werden nur abgebaut. Energie zum "Plünderungstarif" ist auch ein Ausdruck dafür, denn es wird nur der Preis für Abbau und Transport berechnet. Diese Energien sind nicht unendlich, Ihre Nutzung hat zeitliche Grenzen und wird zu einer starken Verteuerung in den kommenden Jahren führen. Heute wird In einem Jahr abgebaut, was die Natur über Hunderte Millionen von Jahren erzeugt und in sich gespeichert hat.
Füllmenge
Ist die Menge, welche für einen Feuerraum und dem dazugehörigen System abgestimmt ist. Eine zu kleine oder zu große Füllmenge vermindert den Wirkungsgrad und verschlechtert die Abbrandqualität. Scheitholz ist stets locker in den Feuerraum aufzurichten, so dass es rundum ausgasen kann.
Grundofen
Ein Grundofen ist eine vor Ort handwerklich erstellte Anlage, bestehend aus einem Brennraum und Keramisch nachgeschalteten Heizzügen. Es gibt drei Varianten die nach ihrer Speichermasse unterschieden werden: leichte-, mittlere- und die schwere Bauweise. Ein Grundofen ist ein Zeitbrandofen. Der Brennstoff, Holz, wird in einer bestimmten Zeit abgebrand und die im Abbrand entstehende Wärme im Schamottestein gespeichert, die nach und nach über die Obrfläche abgegeben wird.
Gusskorpus
Gusseisen ist das am besten geeignete Material für den Ofenbau, da es hitzebelastbar, formstabil und wärmeleitfähig ist. Lästig-laute Knackgeräusche beim Aufheizen und Abkühlen können so vermieden werden.
Heizkamin
Der Heizkamin mit einem Kamineinsatz als Brennraum und geschlossener Tür kann mit einer Nachheizfläche oder anderen Zusatzfunktionen (wie Wassertechnik) kombiniert werden und erzielt deshalb einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als ein offener Kamin.
Heizleistung
Ist eine Größeneinheit bei Wärmeerzeugern (Öfen), welche in kW angegeben wird. Sie sagt nur aus, dass mit diesem Wärmeerzeuger diese angegebene Leistung über ca. 1,5 Stunden bereitgestellt werden kann - mehr nicht. Hier ist jedoch die Bauart genau zu betrachten. Es gibt hier große Unterschiede im Bedienaufwand. Ein Speicherofen wird für diese gewünschte Heizleistung nur 1 mal mit 20 kg Holz oder 2 mal mit 10 kg Holz befeuert und kann damit 24 Std. lang eine mittlere Wärmeleistung von 3 kW abgeben. Ein Kaminofen oder Warmluftofen muss dafür alle 2 Stunden mit ca. 2 kg Holz befeuert werden. Also 10 bis 12 mal 2 kg Holz am Tag um für 24 Stunden eine gleichmäßige, mittlere Leistung von 3 kW zu erzeugen. Die Heizleistung wird somit über die Brennstoffmenge bestimmt und beeinflusst.
1kg Holz hat ein Energiemenge von 4 kWh/kg. Somit werden z.B. bei der Verbrennung von 10kg Holz 40 kWh als Wärmemenge freigesetzt. Über die Aufgabeintervalle kann damit die gewünschte Heizleistung geregelt werden. Das Wärmeabgabesystem beeinflusst dabei den tatsächlich möglichen Effekt (flinkes System = schnelle und hohe Heizleistung, träges System = gestreckte und dafür geringere Leistungsabgabe).
Heizwert
Der Heizwert entscheidet darüber welcher Nutzen (= Wärmemenge in kWh) bei der Verbrennung erzielt werden kann. Hierbei unterscheiden sich die verschiedenen Holzarten relativ wenig voneinander. So besitzen Nadelhölzer einen typischen Heizwert von ca. 4,4 - 4,5 kWh/kg und Laubhölzer 4,1- 4,2 kWh/kg, jeweils bezogen auf zwei Jahre trocken gelagertes Scheitholz. In der Praxis wird Brennholz (= Scheitholz) in Kubikmeter (= m 3 ) gekauft und gezahlt. So hat ein m 3 Nadelholz ein Gewicht von ca. 360 kg und ein m 3 Laubholz ein Gewicht von 510 kg. Damit ergeben sich Heizwerte bezogen auf den zu bezahlenden m 3 bei Nadelholz von ca. 1600 kWh/m 3 und bei Laubholz von 2100 kWh/m 3 . Einen wesentlich größeren Einfluss auf den Heizwert hat die Holzfeuchte, d.h. welche Menge an Wasser im Holz noch vorhanden ist. Beispielhaft ist dies an folgender Tabelle zu ersehen:
Überschlägig kann also davon ausgegangen werden, dass frisch geschlagenes Holz nur den halben Heizwert des gut gelagerten Scheitholzes hat. Das bedeutet ganz konkret z.B. bei einem Wärmebedarf von durchschnittlich 4 kW eine benötigte Wärmemenge von 4 kW * 24 Stunden = 96 kWh je Tag. Wird diese Wärme durch das Verbrennen von Laubholz gedeckt, so reicht ein Kubikmeter Holz gut drei Wochen; 2100 kWh / 96 kWh je Tag = 21 Tage und 21 Stunden. Wird anstelle des gut gelagerten Holzes frisch geschlagenes Holz verbrannt, so reicht der gekaufte Kubikmeter lediglich knappe 11 Tage lang.
Holzpellets
Holzpellets bestehen aus gepressten unbehandelten Holzresten. Es sollten nur ausschließlich Holzpellets nach DINplus bzw. Ö-Norm M7135 mit den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften verwendet werden. Holzpellets dürfen keine Fremdstoffe oder Bindemittel beinhalten. Dieses Naturprodukt wird in großen Sägewerken als Nebenprodukt hergestellt und steht über den Brennstoffhandel zur Verfügung. Für die Verwendung in automatischen Pelletanlagen, wie das Pelletmodul, ist die Verwendung von Holzpellets, die nicht den aufgeführten Eigenschaften entsprechen, unzulässig, da die Funktion des Gerätes nicht gewährleistet werden kann.
Holzscheitlängen
Desto größer (bzw. länger) die Holzscheite für eine Feuerstätte sein dürfen, desto weniger muss man sägen und hacken! Seit Urzeiten sind Heizgeräte auf Holzscheitlängen von 25 cm, 33 cm und 50 cm ausgelegt. Der Verbrennungsprozess läuft in den drei Phasen Trocknung, Pyrolyse und Oxidation ab. Je geringer der Wassergehalt des Holzes ist, desto höher ist der nutzbare Energiegehalt. Benutzen Sie deshalb bitte nur Holz mit einer Restfeuchte von ca. 20 %, die sich nach 1-2 jähriger Lagerzeit bei guter Durchlüftung ergibt. Gleichzeitig werden die Emissionen aus der Verbrennung minimiert. Der Heizwert von Scheitholz liegt bei 3,8 kWh/kg.
Hypokaustenofen
Kachelofen - Bauart als großflächiger Strahlungsofen. Die Bauweise kann als Warmluftofen oder als Kombiofen ausgeführt werden. Erzeugte Warmluft oder Strahlungswärme innerhalb einer "Ofenhülle" wird nicht als warme Luft offen in den Raum "geblasen", sondern zirkuliert durch eine ausgeklügelte, natürliche Thermik innerhalb der geschlossenen Ofenkonstruktion. Die im inneren des Ofens zirkulierende, heiße Luft wird über die Ofenoberfläche als Strahlungswärme abgegeben. Diese Technik wird bei komplizierten oder bei sehr großen Ofenformen angewendet, welche nicht mit einer normalen Heizgasführung erreicht bzw. beheizt werden können.
Kachel
Ist die gepflegte Hülle eines Kachelofens. Hiermit wird die Architektur des Heizmöbels bestimmt. Kacheln sind keine Fliesen - bei Ofenkacheln handelt es sich um spezielle keramische Massen, welche den Wärmedurchfluss gleichmäßig steuern d.h. die Oberflächen dürfen nicht zu heiß werden.
Kachelofen
Ein Kachelofen (= Oberbegriff) ist ein aus Schamottesteinen gesetzter Ofen, der mit Kacheln verkleidet ist. Die Schamottesteine speichern die Wärme, die über Kacheloberfläche an den Raum abgegeben wird. Ist immer eine geschlossene Feuerstelle, welche die heißen Rauchgase des Feuerraumes optimal ausnutzt. Dabei sind alle Funktionalitäten und individuelle Wärmeabgabesysteme möglich. Wird nur von "Spezialisten" angeboten. Oberflächen meist aus glasierter Keramik, daher der Name Kachelofen. Gilt als die oberste Stufe der Holzofenbauart und wird heute ebenfalls mit Sichtscheiben angeboten.
Kamin, offen
Ein offener Kamin besteht aus einer handwerklich gebauten Brennkammer ohne Tür. Das Heizen mit einem klassischen, offenen Kamin ist äußerst unvorteilhaft, da die durch das Feuer freiwerdende Energie nur konvektiv wirkt. Besser: Heizkamin
... beschreibt bei einer energetischen Nutzung der ->Biomasse zur Wärmeerzeugung den größten Vorteil gegenüber fossilen Energieträger Öl und Gas. Die für das Pflanzenwachstum erforderliche Menge an CO² wird der Atmosphäre entnommen und später bei einem natürlichen Zerfall durch Verrottung oder Verbrennung wieder zurückgegeben. Dieser nahezu geschlossene CO²-Kreislauf wirkt dem Treibhauseffekt entgegen. Werden hingegen fossile Energieträger genutzt, gelangt zusätzlich massenhaft CO² in die Atmosphäre und verändert die Gaszusammensetzung der Luft.
Keramische Züge
So bezeichnet man die aus Schamotteplatten gemauerten Rauchgaskanäle im Speicherblock eines Ofens. Diese oft bis zu 10m langen Rauchgaskanäle werden vom Kachelofenbauer berechnet und exakt zwischen Feuerraum und Schornstein abgestimmt. Es ist eine Kunst, diese Züge so zu gestalten, dass diese nicht zuviel Wiederstand für den Unterdruck des Schornsteins darstellen und auch nicht zu lange oder zu kurz werden. Also mit den Rauchgasen nicht zu heiß oder zu "kalt" in den Schornstein geht. Als Faustregel gilt: pro kg Holz ca. 50 - 75 kg Speichermasse. Ein Speicherofen mit einem Füllraum für 10 kg Holz wird mit einer Speichermasse von ca. 500 - 750 kg gebaut.
Kesselleistung
Wird bei Scheitholz-Systemen meist nur in Intervallen mit größeren Leistungsspitzen erzeugt. Für eine sinnvolle Nutzung wird deshalb die Verwendung mit einem Pufferspeicher von mind. 500 ltr. empfohlen.
Kesseltechnik
Feuerraumstrahlung sowie Energie der Heizgase können über Kesselflächen bei Holzofensystemen direkt einer Zentralheizung zugeführt werden. Indirekt beheizte Kesselflächen, die über eine Schamotteschicht die Wärme aufnehmen, sind "wartungsfrei" d.h. müssen nicht gereinigt werden. Bei Kesselflächen, an denen die Wärmeübertragung durch vorbeistreichende Heizgase direkt erfolgt, sind Ablagerungen (Ruß) regelmäßig über die Reinigungsöffnungen zu entfernen.
Kombiofen
Kachelofen - Bauart zwischen Warmluftofen und Speicherofen. Ein freistehender gusseisenener Feuerraum erzeugt Warmluft wie in einem Warmluftofen, jedoch werden die Heizgase in einen "Speicherblock" (Kanäle), wie bei einem Grundofen, geschickt. Somit kann eine kurze Aufheizzeit und doch eine lang anhaltende Strahlungswärme erreicht werden. Abstimmungen in der Aufteilung Warmluft/Strahlungsanteil werden individuell auf Kundenwunsch umgesetzt.
Mehrfachbelegung an einem Schornstein
Wenn ein Gerät für Mehrfachbelegung ausgelegt ist, können mehrere solcher Geräte an einem einzigen Schornstein angeschlossen werden. Natürlich muss auch der Schornstein für diese Funktion geeignet sein. ... sind kleine zylindrische Presslinge aus naturbelassenen Holzspänen des holzverarbeitenden Gewerbes. Eine Formstabilität und Beständigkeit dieses genormten Brennstoffes wird nur durch holzeigene Bindestoffe erreicht. Fremdstoffe wie z.B. Leim sind verboten. Die Größengruppe HP5 ist kürzer als 5 cm bei einem Durchmesser von 4-10 mm. Der Heizwert liegt bei 4,9 kWh/kg (zum Vergleich Scheitholz 3,8 kWh/kg) und entspricht etwa dem eines halben Liter Heizöls.
Metallische Heizgaszüge
Das sind "Kühlflächen" aus Metall, an denen die Heizgase nach dem Feuerraum vorbeistreichen und sich dabei abkühlen ( Wärme an den Raum abgeben).
Damit hier ein guter Wirkungsgrad erreicht wird, sollte man sich genau erkundigen für welche Füllmenge (Entgasungsmenge und Heizleistung) die jeweilige Konstruktion (Größe der metallischen Nachheizfläche) abgestimmt wurde.
Nachheizfläche
Systeme mit Wirkungsgrad benötigen nach dem Brennraum noch Flächen um die im Heizgas enthaltene Energie zu nutzen. Haben Holzöfen eine zu kleine Nachheizfläche, wird mit zu hohen Abgastemperaturen in den Schornstein gegangen. Mit der Wahl des Nachheizflächensystems kann der gewünschte Wärmeeffekt bestimmt werden: Kesselflächen für Heizwassererzeugung, metallische Oberflächen für Warmluft und keramische Nachheizflächen für Speicherung und zeitverzögerte Abgabe von Strahlungswärme
Ofensteuerung
Dient dem alleinigen Zweck in den jeweiligen Abbrandstufen die richtige Verbrennungsluftmenge zuzuführen. Wirkungsgrad und Emissionsverhalten werden dadurch optimiert.
Damit wird der saubere und komfortable Betrieb eines Holzofens erreicht.
optimierter Abbrand
Wenn die Füllmenge und Verbrennungsluft auf dem Feuerraum abgestimmt sind und eine Durchmischung der Heizgase bei einer Mindesttemperatur von 600C gewährleistet wird. Der Konstruktion des Holzfeuerraumes ist daher eine große Bedeutung zuzuordnen.
raumluftabhängig / raumluftunabhängig
Bei Feuerstätten unterscheidet man eine raumluftabhängige und eine raumluftunabhängige Betriebsweise.
Raumluftabhängige Feuerstätten sind Feuerstätten, denen die Verbrennungsluft über dichte Leitungen direkt von außen zugeführt wird und denen bei einem statischen Überdruck in der Feuerstätte gegenüber dem Aufstellraum kein Verbrennungsgas in Gefahr drohender Menge in den Aufstellraum austreten kann. Die Sicherheit raumluftunabhängiger Feuerstätten wird in DIN 18897 behandelt. Schnell abschaltende Feuerstätten müssen eigensicher sein oder die Brennstoffversorgung muss stromlos geschaltet werden können. Im Gegensatz zur externen Verbrennungsluftversorgung werden in Norm bzw. der bauaufsichtlichen Zulassung Dichtheitsanforderungen an die Feuerstätte gestellt.
Raumluftabhängige Feuerstätten sind Feuerstätten, die ihre Verbrennungsluft dem Aufstellraum entnehmen. Für den Betrieb der raumluftabhängigen Feuerstätten, die zum gleichzeitigen Betreib mit Lüftungsanlagen geeignet sind, ist eine externe Verbrennungsluftversorgung sinnvoll. Eine Verbrennungsluftversorgung über die Lüftungsanlage funktioniert nicht.
Pellets
Holzpellets bestehen aus gepressten unbehandelten Holzresten. Es sollten nur ausschließlich Holzpellets nach DINplus bzw. Ö-Norm M7135 mit den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften verwendet werden. Holzpellets dürfen keine Fremdstoffe oder Bindemittel beinhalten. Dieses Naturprodukt wird in großen Sägewerken als Nebenprodukt hergestellt und steht über den Brennstoffhandel zur Verfügung. Für die Verwendung in automatischen Pelletanlagen, wie das Pelletmodul, ist die Verwendung von Holzpellets, die nicht den aufgeführten Eigenschaften entsprechen, unzulässig, da die Funktion des Gerätes nicht gewährleistet werden kann.
Pufferspeicher
Kann sowohl ein isolierter Wasserbehälter, als auch ein fester Massekörper sein. Das "Speichermedium" kann momentan zuviel freigesetzte Energie aufnehmen. Von dort kann sie wieder gezielt abgerufen werden (isolierte Wassermenge) oder nur unkontrolliert verzögert werden (keramische unisolierte Speichermasse)
Regenerative Energien
So bezeichnet man die erneuerbaren Energien. Dazu gehören Sonnenenergie oder Biomasse. Holz gehört zu den nachwachsenden Energiequellen aus unserer Forstwirtschaft. Brennholz ist meist Schwachholz, auch Durchforstungsholz genannt. Brennholz ist regional und hat keine langen Transportwege.
Rostfeuerung, natürliche
Ein Pelletofen / -einsatz bezieht seine Verbrennungsluft größtenteils über einen Rost und ermöglicht so ein natürliches Flammenbild auf breiter Brennfläche. Der Pellet-Kaminofen PELLIDA und der Pellet-Kamineinsatz PELLA haben eine natürliche Rostfeuerung.
Rückbrandsicherung SLplus
Verhindert die vorzeitige Überhitzung oder das Entzünden des Pelletvorrrats während des Betriebs. (Pellet-Kamineinsatz PELLA & Pellet-Kaminofen PELLIDA)
Schamotteauskleidung im Brennraum
Durch einen ausschamottierten Brennraum erhöht sich Brennraumtemperatur, die wiederum für eine saubere Verbrennung sorgt. Außerdem ist die Optik des Feuerraumes mit Schamotte einfach schöner.
Scheibenspülung
Versorgt den Brennraum mit Verbrennungsluft von Vorne für schadstoffarme Verbrennung und hält gleichzeitig die Sichtscheibe sauber.
Selbstschließende Tür
Eine selbstschließende Tür ist eine Tür, die durch eine Feder oder Gewichtskraft selbsttätig zuschwingt und somit nicht offen stehen bleibt. Das Schließen der Tür kann also nicht vergessen werden.
Schornstein
Ohne dem geht gar nichts. Das ist der "Motor" jedes Ofens.
Hier gilt es besonders zu beachten:
Kein Ofen "zieht", "zieht schlecht" oder "zieht gut"
In einem Feuerraum entstehen zwar die Heizgase doch benötigt dieser Feuerraum einen Mindest - Unterdruck (Saugzug), um seine Heizgase nach außen zu befördern.
Der Schornsteinquerschnitt steht in einem festen Verhältnis zur "wirksamen" Höhe.
Genaue Berechnungen bekommen Sie bei Ihrem Fachbetrieb. Als Faustregel für den problemlosen Betrieb gilt jedoch eine Mindestschornsteinhöhe von 4,5 m. Bei Kachelöfen und Kaminöfen wird eine Durchmesser von 160 bis 180 mm empfohlen. Für offene Kamine, je nach Feuerraumöffnung, 250 mm - 350 mm Durchmesser, da hier nicht nur die Heizgasmenge sondern die, über die große Öffnung der Feuerstelle angesaugte, Raumluft mit befördert werden muss.
Schornsteinzug
Dieser wichtige natürliche Unterdruck, auch "Schornsteinzug" genannt, entsteht durch die Differenz zwischen der Außentemperatur (Schornsteinkopf) und Raumtemperatur (Schornsteineintritt). In der Regel ist es innen deutlich wärmer als außen und so entsteht eine Thermik oder Druckdifferenz (Strömung) die von unten nach oben geht. Es strömt in Richtung Schornsteinkopf und nimmt die Rauchgase mit der Strömung mit nach außen. Sind zu große "Wiederstände" zwischen Feuerraum und Kamineintritt z. B. zu lange keramische Züge, kann der notwendige "Zug" oder Unterdruck nicht bis zum Feuerraum ankommen und es tritt Qualm in den Raum.
Andererseits kann es anstelle eines Unterdrucks auch einen Überdruck ergeben. Dies gibt es z.B. an warmen Sommertagen an denen der Schornsteinkopf von der Sonne aufgeheizt wird und so die Schornsteinmündung wärmer ist als der Eintritt im Wohnraum. Die Thermik läuft umgekehrt (Überdruck). Hier hilft oft nur das (verbotene) Aufheizen am Schornstein-/Reinigungsverschluss mit einem Papierfeuer, um die Strömung umzukehren.
Schwelbrand
Ist eine unvollständige Verbrennung, die meistens durch ungeeigneten (feuchten) Brennstoff oder durch Drosseln der Verbrennungsluft erzeugt wird. Die freigesetzten Gase kommen nicht zu einer Zündrektion und werden somit nicht genutzt. Es entstehen dabei unverbrannte Kohlenwasserstoffe und polyzyklische Aromate, die sich in unmittelbarer Umgebung des Hauses absetzten.
Speckstein
Ist ein Naturstein mit einer sehr hohen Rohdichte und wird deshalb gerne als Speichermasse verwendet. Bevorzugt als Verkleidung von Öfen, aber leider nur in den Farben grau erhältlich. Wem dies nicht gefällt, kann dieses Material auch verputzt oder verblendet aufbauen lassen.
Speicherkachelofen
Kachelofen - Bauart, bei der die im Feuerraum freigesetzte Energie verzögert über Stunden an den Raum abgegeben wird. Geheizt wird in einem gemauerten Feuerraum. Die Rauchgase ziehen durch Kanäle des "Wärmeklotzes", der so wie ein "Wärmeakku" aufgeladen wird, um dann wieder langsam diese Energieladung über seine Oberfläche als milde Strahlungswärme zu "verlieren". Die Heizleistung wird vom Ofenbauer bei der Planung über die Ofenoberfläche und Oberflächentemperatur bestimmt. Die Speicherleistung wird durch das Gewicht beeinflusst.
Speicherkamin
Ist eine meistens mit Keramikglas geschlossene Feuerstelle, welche die Heizgase aus dem Feuerraum nicht direkt in den Schornstein schickt, sondern eine keramische Speichermasse aufheizt. Mit dieser Lösung wird der höchste Wirkungsgrad bei Kaminen erreicht, d.h. wenn das Feuer aus ist, spürt man noch über Stunden milde Strahlungswärme.
Speichermasse
Die Speichermasse dient dazu, momentan nicht benötigte Energieerträge abzuspeichern und bei Bedarf wieder zu verteilen.
Im Kachelofen wird als Speichermasse das keramische Zugsystem eingesetzt, das die Wärme je nach Bauweise verzögert an den Aufstellraum abgibt (siehe keramische Züge). Bei Kesselgeräten wird zusätzlich ein Pufferspeicher eingesetzt. Der isolierte Pufferspeicher ist die Standardlösung im Heizungsbau. Auch mit dieser Speichermasse wird das während des Abbrandes überschüssig erzeugte Heizwasser zwischengelagert und bedarfsgerecht über das Heizungssystem in die einzelnen Räume transportiert. Um 100 l Wasser um 10 C zu erwärmen, benötigt man eine Wärmemenge von 1,16 kWh. Um einen 750l-Speicher von 30 C auf 80 C komplett aufzuladen, benötigt man dementsprechend eine Wärmemenge von 43,4 kWh. Dies entspricht dem Energieinhalt einer Holzmenge von ca. 11 kg.
Strahlungswärme
Damit bezeichnet man die Wärmestrahlen, bzw. die langwelligen Infrarotstrahlen von aufgeheizten Massekörpern. Die Strahlung erwärmt nicht die Luft, sondern nur "Körper", auf die sie trifft. Dies können "tote" Gegenstände wie Möbel oder Wände oder "lebende" wie Mensch, Tiere und Pflanzen" sein. Es ist zu vergleichen mit der Wärmestrahlung der Sonne. Im Klima der Wärmestrahlung wird das höchste Wärme-Wohlbefinden erreicht. Dabei ist es wichtig, dass die "Strahlkörper" mit milder Wärme abstrahlen. Eine Oberflächentemperatur zwischen 40C und 65C wird am angenehmsten empfunden. Wärmestrahlung aus dem Feuerraum über heute übliche Keramikscheiben wirken dagegen wie harte Punktstrahler von 200C bis 400C und sollten nicht direkt auf Sitzbereiche des Menschen gerichtet sein. Speicheröfen/Grundöfen und Speicherkamine gelten als die typischen Vertreter für Strahlungswärme, da hier meistens auch genügend Masse zur Verfügung steht, um langanhaltende milde Strahlungswärme über einen längeren Zeitraum zu erzeugen.
Verbrennungsluft
Jede Art der Wärmeerzeugung durch Verbrennung benötigt den Sauerstoff aus der Luft. Fehlt Sauerstoff, kann der Brennstoff nicht vollständig oxidieren, d. h. verbrennen. In der Folge sinkt die Wärmeleistung und die Brennstoffausnutzung. Ruß kann sich bilden und es entsteht das sehr giftige Kohlenmonoxid. Eine ausreichende Luftzufuhr zur Feuerstätte muss daher unter allen Umständen gesichert sein.
Die Verbrennungsluft ist jene Luft, die zum Ingangsetzen und Aufrechterhalten einer wärmeerzeugenden Verbrennung von Brennstoffen an die Feuerstätte bzw. den Brenner herangeführt werden muss.
Versottung
Wenn sich Rauchrückstände am Schornstein ablagern, spricht der Fachmann von einem Versotten. Dies kann passieren, wenn die Abgase vor dem Austritt aus dem Schornstein kondensieren. In diesem Kondensat ist auch ein Teer enthalten, das dafür sorgt, dass sich außen am gemauerten Schornstein schwarze Flecken bilden. Behoben werden kann das durch die Wahl des richtigen Brennstoffs in der richtigen Qualität, ein verbessertes Heizverhalten oder auch das Einbringen von Abgasleitungen mit einem kleineren Querschnitt.
Wärmebedarf
Ist eine Größeneinheit, welche in kW angegeben wird. Sie sagt aus wieviel Energie einem Raum/Haus stündlich zugeführt werden muss, um bei einer Außentemperatur von z. B -15C eine gewünschte Raumtemperatur von z.B. + 20C zu halten. Hat ein Wohnraum einen Wärmebedarf von 3 kW so muss jede Stunde 3 kWh zugeführt werden, um den gewünschten Heizeffekt zu erreichen. Für 24 Std. müssen also 24 mal 3 = 72 kWh bereitgestellt werden. Dies entspricht ca. einem Heizwert von 20 kg trockenen Scheitholz in einem Ofen mit einem Wirkungsgrad von 85%.
Wärmeübertragung
Energie wird durch Abstrahlung der Verbrennungszone an "Massekörper" und bei Heizgasen durch "vorbeistreichen" an Flächen bzw. durch "Reibung" übertragen. Metallische Flächen leiten dabei schneller ab und gelten als "flinker Wärmetauscher" keramische Massen wie Schamotte "träge Wärmetauscher".
Warmluft
Wird erzeugt, in dem sich kühlere Raumluft an heißen Oberflächen erwärmt. Meist bei Kaminöfen, Heizkaminen und Warmluftkachelöfen. Mit dem Warmluftprinzip wird die Raumluft im "Umwälzverfahren" erwärmt. Damit kann ein großes Raumvolumen beheizt werden. Trockene Luft und Staubumwälzung können ein geringeres Wärmebehagen auslösen. Die Gefahr eines "Überheizen" der Räume ist groß. Bei Öfen mit zu heißen Metallflächen besteht die Gefahr einer Staubverschwelung.
Warmluftkachelofen
Kachelofen - Bauart, bei der die im Feuerraum freigesetzte Energie sofort in Heizleistung umgesetzt wird. In der "Ofenhülle" wird ein freistehender gusseisener Heizeinsatz mit danebenstehender, metallischer Nachheizfläche aufgestellt an dem sich die Raumluft erwärmt und als Warmluft über Gitter in den Raum austritt.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis zwischen der eingesetzten Energie (hier: Holzmenge) und der abgegebenen Energie (hier: Wärme). Hat eine Feuerstätte einen hohen Wirkungsgrad zeugt das von sparsamem Brennstoffverbrauch, da die aufgegebene Brennstoffmenge verhältnismäßig viel Wärme erzeugt. Kommende Immissionsschutzverordnungen (BimSchV) fordern u,a. einen hohen Wirkungsgrad, den LEDA Heizgeräte erfüllen.
Zündhilfen
Hier sollen weder Papierabfälle noch Zeitungen verwendet werden. Kleingespaltenes Holz aufschichten oder natürliche Anzündhilfen wie z.B. "Fidibus" welche aus Paraffin getränkten Weichholzfaserstreifen bestehen, verwenden. Beim "Anzünden" gilt die Regel, so schnell wie möglich ein kräftiges Holzfeuer entwickeln.
Zündung, automatische
Komfortables Zünden ohne Anzündhilfe (z.B. Pellet-Heizeinsatz DUO) bis zum vollkommen geregelten Abbrand (z.B. Kaminofen UMBRA).
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